Bovenden

Eddigehausen

In die Mulde zwischen dem Burgberg der Plesse, dem Ibenberg und dem Hainberg schmiegt sich der Ortsteil Eddigehausen. Seine erste gesicherte Erwähnung stammt aus dem Jahre 1192. Im Dorf selbst lag der Wirtschaftshof der Burg Plesse, aus dem später eine Domäne entstand, deren Gebäudekomplex noch heute das alte Dorf beherrscht. Aus den Erträgen der Domäne wurde seit 1624 jährlich ein Quantum Korn an die Armen des Dorfes verteilt; die Landgräfin Juliane begründete diese Stiftung zur Erinnerung an einen glücklich überstandenen Reiseunfall auf dem Weg von der Burg zum Dorf. Diese Zahlungen wurden übrigens noch bis zur Währungsreform im Jahre 1948 geleistet. Domäne und Kirche in Eddigehausen waren möglicherweise durch einen unterirdischen Gang mit der Burg Plesse verbunden.

 

Zu Eddigehausen gehört auch die Quelle Mariaspring. Sie speist das Rauschenwasser, das einst bis zu neun verschiedene Mühlen auf seinem kurzen Lauf antrieb. Überregionale Berühmtheit erlangte die Quelle in der Zeit zwischen dem Ende des 18. Jahrhunderts und dem Ersten Weltkrieg, als hier auf dem Gelände der Hasenbalschen Papiermühle ein Ausflugslokal entstand: das "Tanz- und Studentenparadies Mariaspring".

 

Der Eibenwald am Südwesthang des Hainbergs ist einer der größten zusammenhängenden Eibenbestände in der Bundesrepulik Deutschland. Er ist vom Dorf aus bequem zu erreichen. Vom Parkplatz der Burg aus führen gut begehbare Wanderwege durch das ausgedehnte Waldgebiet. Empfehlenswert ist auch der "Bielsteinwanderweg", der von Mariaspring aus durch einen zerklüfteten Taleinschnitt zu den großen Sandsteinfelsen des Bielsteins führt.

 

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