Bovenden

Schnelles Internet

für drei Bovender
Ortsteile

Informationsveranstaltungen in Emmenhausen, Harste und Lenglern
Von Michael Caspar

Bovenden.
Über den möglichen Glasfaserausbau in Emmenhausen hat am Mittwoch Mario Stickfort von der Firma Goetel gut 30 Bürger, mehrheitlich Hausbesitzer, im Dorfgemeinschaftshaus informiert.

23 jeweils benachbart liegende Orte zwischen Gimte und Harste will der Göttinger Telefon- und Internetanbieter an ein eigenes Glasfasernetz anschließen. Mindestens 60 Prozent der Hauseigentümer müssen mitmachen, damit sich Bau und Betrieb des Netzes für die Göttinger rechnen. Im 180-Einwohner-Ort Emmenhausen wären das knapp 40 Gebäude.

„Die Emmenhäuser haben nun vier Wochen Zeit, um Verträge mit uns abzuschließen“, sagt Stickfort. Der Hausanschluss koste je nach vereinbartem Leistungsumfang zwischen 199 und 499 Euro. Bisher hätten sie den Vertrieb in der Hälfte der Orte gestartet. Die notwendige Quote sei bisher überall erreicht worden.

„Zuletzt haben sich die Adelebser Ortsteile Erbsen und Lödingsen zum Mitmachen entschlossen“, berichtet der Vertriebsmitarbeiter. Quotenkönig sei bisher der Dransfelder Ortsteil Ellershausen, wo 93 Prozent der Häuser ans neue Netz angeschlossen werden wollten. Dort sei der „Leidensdruck“ groß. Bisher könnten die Bürger dort nur 386 Kilobit pro Sekunde (KBit/s) empfangen.

„In den Bovender Orten Emmenhausen, Lenglern und Harste ist der Versorgungsgrad vergleichsweise hoch“, betont Bovendens Bürgermeister Thomas Brandes. Dort liege die Übertragungsleistung bei bis zu 250 Megabit pro Sekunde (MBit/s). „Je weiter ein Haus allerdings vom Verteilerkasten entfernt liegt, umso langsamer wird die Übertragung“, gibt Stickfort zu bedenken. Zudem würden immer größere Datenmengen bewegt. Die vorhandenen Kupfernetze könnten sie im Gegensatz zu einem Glasfasernetz nicht bewältigen.

Warum Emmenhausen für das neue Netz keine öffentliche Förderung erhalte, wollte ein Bürger am Mittwoch wissen. Der Staat konzentriere seine knappen Mittel auf Dörfer, die schlechtere Verbindungen hätten, erwiderte Stickfort. Davon gebe es „noch sehr viele“.

„Goetel ist im Herbst 2018 an den Flecken herangetreten“, berichtet Bovendens Bürgermeister Thomas Brandes (SPD). Die drei Orte könnten nun „die bestmöglichen Anschlüsse“ erhalten und sich so „fit für die Zukunft“ machen. Ein Glasfaseranschluss sichere den Wert eines Hauses, hieß es aus den Reihen der Eigentümer in Emmenhausen. Sie nahmen alle Anträge mit.

„Bisher gibt es bei uns keine Leerstände“, sagt Ortsbürgermeisterin Sabine Warkentin (WgE). Der Ort sei für Bürger interessant, denen die Immobilienpreise in Göttingen zu hoch seien. Das Oberzentrum lasse sich mit dem Rad in 35, mit dem Auto in zehn Minuten erreichen. Der Bus fahre stündlich. Gute Internetverbindungen erhöhten die Attraktivität. „Steht das Netz zwischen Gimte und Harste, weiten wir es Richtung Westen aus“, kündigt Stickfort an.

Die Goetel führt zwei weitere Infoveranstaltungen jeweils um 19 Uhr durch:
am Montag, 18. Februar, im Landgasthaus Fricke in Lenglern, Mittelstraße 13, und am Donnerstag, 21. Februar, im Sporthaus in Harste.

 

 

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